Netzwerk – gemeinsam vorankommen

AgriFoodTechNetBB: Ergebnisorientierte Kooperation in Berlin/Brandenburg

Seit 2023 engagieren sich Personen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung gemeinsam für den Aufbau eines Forums für die Digitalisierung der Agrar- und Ernährungswirtschaft – kurz AgriFoodTechNetBB.

Die Akteure vereint das Ziel, die Bündelung und Koordinierung wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Aktivitäten zu verbessern und einen Austausch auf Augenhöhe für alle Akteure im Agribusiness zu schaffen. Im Ergebnis dieser Aktivitäten sollen gemeinsame praxisorientierte Projekte entstehen, die die Wettbewerbs- und Innovationskraft des Agribusiness-Sektors in Berlin-Brandenburg erhöhen.

Die Initiative AgriFoodTechNetBB wird organisatorisch und fachlich unterstützt durch die Cluster Ernährungswirtschaft, Optik und Photonik sowie IKT, Medien und Kreativwirtschaft bei der Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB).

Landwirtschaftliches Wissens- und Innovationssystem (AKIS)

Wissen und Innovationen spielen eine bedeutende Rolle für Land- und Forstwirte, aber auch für ländliche Gemeinschaften, die gegenwärtige und kommende Herausforderungen bewältigen müssen. Es ist daher wichtig, die richtigen Ansprechpersonen zu verknüpfen: solche, die Wissen erarbeiten, und solche, die es zu nutzen wissen. Hierbei sollen Wissens- und Innovationssysteme der Landwirtschaft helfen, abgekürzt: AKIS.

A: steht für Agriculture, Landwirtschaft: Vom geteilten Wissen profitieren nicht nur Land- und Forstwirte, sondern auch nachgeordnete Produzenten, die Biodiversität, die Umwelt, das Klima und die Konsumenten.

K: kürzt Knowledge ab, Wissen: Es geht darum, vorhandenes Wissen besser zu nutzen.

I: Innovation wird durch das I repräsentiert und wird benötigt, um Lösungen für bestehende Herausforderungen zu finden.

S: Systeme, dafür steht das S, schaffen eine Umgebung für das gesammelte und genutzte Wissen – sogenannte Ökosysteme, in denen das Wissen in ganz Europa erweitert und verteilt wird.

neuwerg: Netzwerk Nachwachsender Rohstoffe

Vernetzung, Wissenstransfer und Innovation

Um die „versteckten“, noch wenig genutzten Potenziale der Bioökonomie in Brandenburg auszuschöpfen, ist eine Vernetzung der relevanten Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Politik unverzichtbar.

Das Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe im Land Brandenburg, kurz neuwerg, hat deshalb zum Ziel, als gemeinnützige Plattform vor allem die stoffliche Nutzung von biobasierten Grundstoffen branchenübergreifend zu fördern und zur Entwicklung neuer Produkte, Technologien und Geschäftsfelder beizutragen. Der neuwerg-Wahlspruch lautet: „Von der Idee über den Anbau zum Produkt“. Gefordert ist ein integrativer Ansatz, welcher alle Bindeglieder einer Wertschöpfungskette einbezieht.

Neuwerg möchte kreative und tatkräftige Akteure zusammenbringen und unterstützen. Das Spektrum reicht von innovativen Kulturpflanzen bzw. pflanzenbaulichen Methoden im Klimawandel über biotechnologisch hergestellte Materialien, natürliche Werk- und Baustoffe sowie Kosmetika bis zu kaskadenartigen Produktionslinien und der Kreislaufführung von Reststoffen.

Die Aktionsschwerpunkte sind:

  • Betrieb der Online-Plattform mit Informationen über NaWaRo-Wertschöpfungsmöglichkeiten in Brandenburg (inkl. Praxisbeispielen), aktuelle Veranstaltungen, F&E-Projekte, Fördermöglichkeiten, Literatur und zur Suche von Kooperationspartnern
  • Wissenstransfer durch Fachveranstaltungen, Workshops und Öffentlichkeitsarbeit
  • Identifizierung, Inszenierung und Unterstützung guter Praxisbeispiele und Erfolg versprechender Projektideen, Pilotvorhaben und Leuchtturmprojekte
  • Unterstützung innovativer Geschäftsmodelle durch Beratung zu Chancen und Barrieren, Partnervermittlung, Beauftragung von Machbarkeitsstudien sowie fachliche Begleitung

Laufzeit: 01.12.2021 – 31.12.2027
Projektleitung: Dr. Beate Zimmermann (FIB)
Förderung: Gefördert durch das Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg.

Versuchsstellen in Brandenburg: Orte des praktischen Forschens

In Brandenburg kommen unterschiedliche Böden vor. Zudem verändert sich seit vielen Jahren das globale Klima (Klimaerwärmung), wodurch sich die regionalen Regenmengen und die Anzahl der Trockenphasen zum Teil stark verändern. Deshalb müssen Landwirtschaftsbetreibende, je nach Umweltbedingungen ihre Äcker und ihr Grünland anders bewirtschaften.

Werden beispielsweise nach Jahren des Weizenanbaus neue Fruchtfolgen geplant, alternative Pflügemethoden erwogen oder neue Strategien zur Schädlingsbekämpfung gesucht, ist praktisches Know-how entscheidend. Die eigenen Ideen und Vorstellungen selbst zu testen, kostet Zeit und Geld.

Hier setzen landwirtschaftliche Versuchsstellen an. Sie übernehmen das Experimentieren und Forschen unter Realbedingungen. Den Teams vor Ort stehen dafür nicht nur modernste Arbeitsmittel und Werkzeuge, sondern auch spezielle Versuchsflächen zur Verfügung, um fundierte Lösungen für die Praxis zu entwickeln.