HNEE Feldtag 2026

HNEE-Feldtag Rückblick: Diversifizierung auf dem Acker und auf dem Teller

Am 17. Juni 2026 fand der HNEE-Feldtag Diversifizierung durch Hülsenfrüchte und Pseudogetreide in Wilmersdorf (Brandenburg) statt. Eine gemeinsam organisierte Fachveranstaltung von LeguNet (ZALF), PROWERTA (Ernährungsrat Brandenburg), der Vermarktungsgesellschaft Bio-Bauern und der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde.

Mit rund 135 Teilnehmenden aus Landwirtschaft, Beratung, Forschung, Verarbeitung, Vermarktung und Ernährung wurden gemeinsam die Versuchsflächen der HNEE und die Flächen des Gut Wilmersdorf begutachtet, unterschiedliche Kulturen und Anbausysteme diskutiert und die Perspektiven entlang der Wertschöpfungskette zusammengebracht.

Versuchsparzellen: Experten und Praxis im Austausch

Nach der Begrüßung startete der HNEE-Feldtag Diversifizierung durch Hülsenfrüchte und Pseudogetreide mit einem Rundgang über die Versuchsparzellen in Wilmersdorf. Dabei erhielten die Teilnehmenden tiefere Einblicke in verschiedene Kulturen und Anbausysteme. Das Spektrum war breit gefächert und umfasste unter anderem Quinoa, Rispenhirse, Kichererbsen, Soja und Lupinen. Auch Platterbsen, Trockenbohnen, Sonnenblumen, Artischocken und verschiedene Kohlsorten stießen auf großes Interesse.

Besonders wertvoll waren die Gespräche zu den Chancen und Herausforderungen vielfältiger Fruchtfolgen, zu regionalen Absatzwegen sowie dazu, wie mehr Hülsenfrüchte und Pseudogetreide vom Acker auf den Teller kommen können.

Innovative Lebensmittel in der Verkostung

Auf dem Naschmarkt konnten die Gäste des Feldtags in der Pause nicht nur regionale Speisen zu sich nehmen, sondern auch Innovatives verkosten. Am gemeinsamen Stand des IFN Schönow e.V. – Reproduktion, Tierhaltung, Lebensmittel, Umwelt und PROWERTA gab es die Möglichkeit alternativen Getreide- und Pseudogetreidesorten sich auf der Zunge zergehen zu lassen.

Das Lebensmittel-Umwelt-Team am IFN Schönow hat im Rahmen des laufenden Forschungsprojekts Buchweizen selbst hergestelltes Buchweizenbrot, das zu 30 % aus Buchweizen sowie Anteilen von Roggen und Weizen besteht, und süße Kreationen wie Buchweizen-Brownies und Buchweizen-Energy-Balls zur Verkostung angeboten. Hierbei kamen die Akteure mit den Teilnehmenden in tiefere Gespräche und einen Austausch über die potenziellen Produkte. Mehrere Teilnehmende berichteten, dass sie regelmäßig selbst Buchweizenprodukte herstellen oder konsumieren. Dass die Buchweizenprodukte großen Anklang fanden, zeigte sich durch wiederholte Besuche am Stand.

RoggReis mal anders

Wie die Verarbeitung in der Praxis aussehen kann, demonstrierte die Hand Fest GmbH mit knusprig, frittierten RoggReis-Bällchen. Diese wurden auf der Basis von Versuchen im RoggReis-Projekt hergestellt, nachdem das IFN im Zuge der bisherigen Zusammenarbeit bereitgestellt hatte. Die Verkostung bot den Gästen einen praxisnahen Einblick in das enorme Potenzial und die vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten von RoggReis in der modernen Lebensmittelproduktion.

Insgesamt war der HNEE-Feldtag ein voller Erfolg für den Wissenstransfer und die weitere Bekanntmachung der im Januar erfolgten Zusammenführung der beiden etablierten Forschungseinrichtungen IFN und ILU e.V. zu einem Institut für nachhaltige Agrarforschung in den Bereichen Reproduktion, Tierhaltung, Lebensmittel und Umwelt.

Von Mihaela Bogdanova und Sandra Marquardt

Online-Veranstaltung Buchweizen-Schälung in Brandenburg 2026

Buchweizen-Schälung in Brandenburg

Gemeinsam mit dem IFN Schönow e.V. lädt PROWERTA zur 2. Fragestunde ein. Die PROWERTA-Fragestunden sind Teil einer Online-Reihe zu Brandenburgs Zukunftskulturen. Sie bieten Raum für praxisnahen Austausch, unterschiedliche Perspektiven entlang der Wertschöpfungskette und konkrete Fragen aus dem Betriebsalltag. Nach dem Auftakt zum Quinoa-Anbau folgt nun das Thema regionaler Buchweizenanbau:

Buchweizen-Schälung in Brandenburg – Anforderungen, Herausforderungen und Perspektiven

Vor allem wird es im Gespräch um die Aufbereitung gehen. Beleuchtet werden die Anforderungen an Qualität und Mengen, technische und wirtschaftliche Aspekte der Schälung sowie die Schnittstellen zwischen Landwirtschaft und Verarbeitung. Gäste der Fragestunde sind Uwe Kümmel von der Schälmühle Gebr. Kümmel + Co. in Vetschau und Marius Wöllner vom Biohof Lindenberg aus der Altmark.

Nach einem moderierten Gespräch mit den beiden Experten besteht die Möglichkeit, in Break-Out-Sessions gezielt Fragen zu stellen, Erfahrungen zu teilen und mögliche Anknüpfungspunkte für Kooperationen zu diskutieren.

Anmeldung per E-Mail an: info@prowerta.de
Der Zugangslink wird nach Anmeldung zugesandt.

 

Einladung 2. PROWERTA-Fragerunde_Buchweizenschälung